Klimaschutzprojekte

Alle unsere Klimaschutzprojekte werden von der UNO oder dem VCS (Verified Carbon Standard) geprüft, drei von den vier Projekten sind zusätzlich mit dem „Gold Standard“ ausgezeichnet. Das ist der weltweit strengste Zertifizierungsstandard für Klimakompensations-Projekte, der 2003 vom WWF und weiteren NGOs eingeführt wurde. Diese müssen dabei zahlreiche Kriterien in Bezug auf das soziale Umfeld und die natürliche Umwelt erfüllen, die eine nachhaltige Entwicklung in den Ländern sicherstellen sollen.

Lokales Biomasseprojekt mit Reishülsen in Indien

Durch die Umwandlung von Biomassel in Energie entstehen faktisch keine CO2-Emissionen.  Der Bio-Abfall, der sich in unserem Unternehmen trotz effizienter Steuerungssysteme nicht vermeiden lässt, wird zur Gänze an den lokalen Betreiber einer Biogasanlage abgegeben.

Deshalb unterstützen wir auch in Indien, Siltara, Raipur ein lokales Biomasseprojekt, für das gedroschene Reishülsen bzw. -spelze als erneuerbare Energiequellen verwendet werden und das damit zu unseren eigenen Überzeugungen und Maßnahmen passt. Biomasse ist ein CO2-neutraler Energieträger, zudem wird durch Strom aus Biomasse, der Strom aus klimaschädlicheren Energieträgern, wie zum Beispiel in Indien vor allem aus Kohle, zunehmend verdrängt.

Das Gold Standard Klimaschutzprojekt Godawari Power und Ispat Limited (GPIL) ermöglicht den Betrieb einer 20 MW Biomasseanlage und schafft Beschäftigung und zusätzliche Einkommensquellen für die lokale Bevölkerung.

Kochöfen für Kenia
Im Westen Kenias liegt die Hafenstadt Kisumum, eine der ärmsten Regionen des Landes. Die Region ist durch eine hohe Mütter- und Kindersterblichkeit, Arbeitslosigkeit, Armut und schlechte Gesundheit gekennzeichnet. Wir unterstützen dieses Gold Standard Projekt, da mit seiner Hilfe 20.000 energieeffiziente Kochherde lokal produziert und zu günstigen Preisen an die Bevölkerung weiter gegeben werden.

Durch deutlich weniger Ressourcenverbrauch entsteht hier saubere Energie – es wird 50% weniger Feuerholz als bei den traditionellen „offenen Feuern“ verwendet. Treibhausgasemissionen werden in zweierlei Hinsicht gesenkt: zum einen wird weniger Brennmaterial (in Form von Holz) benötigt und so muss weniger Holz gesammelt/abgeholzt werden – je mehr Bäume, desto mehr Bindung von CO2. Zum anderen wird durch den effizienteren Einsatz von Holz der Ausstoß von Treibhausgasemissionen reduziert.

Weiters hat der Einsatz dieser Kochöfen einen nachhaltig positiven Einfluss auf die Gesundheit der lokalen Bevölkerung, da es zu deutlich weniger Rauchentwicklung kommt.
Schätzungen ergeben, dass jeder dieser Holzöfen pro Jahr die Treibhausgasemissionen im Vergleich zum traditionellen offenen Feuer um etwa 3 Tonnen CO2 reduziert.

Solarthermisches Kraftwerk in Indien

Recheis erzeugt einen Teil seines Strombedarfs mit der Kraft der Sonne selbst. Daher wollen wir auch andere Initiativen unterstützen, die auf diese nachhaltige und saubere Form der Energieerzeugung setzen.

In Indien, Distrikt Jaisalmer, Rajasthan unterstützen wir ein Gold-Standard geprüftes Klimaschutzprojekt des Energieversorgers Godawari Green Energy Limited, der ein groß angelegtes solarthermisches Kraftwerksprojekt umgesetzt hat. Dort wird mit Parabolrinnen-Kollektortechnik umweltfreundlich und solarthermisch Strom erzeugt.

Damit können 1.131.600 Tonnen Kohlendioxidemissionen während  einer Periode von 10 Jahren eingespart werden. Darüber hinaus werden die Luftqualität und die lokalen Lebensgrundlagen durch Beschäftigung und Infrastruktur verbessert, sowie die nachhaltige Entwicklung der erneuerbaren Energiewirtschaft gefördert.